Hybrides Projektmanagement

Agiles Projektmanagement wird immer beliebter und findet Einzug in die Arbeitswelt. Klassische Methoden geraten mehr und mehr in den Hintergrund. Sie werden als veraltet und überflüssig eingestuft. Doch man sollte diese Methoden nicht vollständig abschreiben. Hybrides Projektmanagement bedient sich Methoden der beiden Welten und hilft somit, eine Lösung zu finden, die ideal auf die Umgebung des Projekts zugeschnitten ist.

Warum ist Hybrides Projektmanagement von Vorteil?

Rein agiles bzw. rein klassisches Projektmanagement sind Formate, welche nur in idealer Umgebung einwandfrei funktionieren. Die Realität ist allerdings nie ideal. Beispielsweise soll man eine Software entwickeln die in ihrer Gestaltungsfreiheit nahezu grenzenlos ist und trotzdem müssen gesetzlich vorgeschriebene Datenschutzrichtlinien eingehalten werden. Es kollidieren fest-vorgeschriebene Regeln mit kreativem Arbeiten. Warum sollte man sich also auf eine Methode versteifen und das Umfeld außer Acht lassen?

Im Ansatz des hybriden Projektmanagements wird der Fokus auf eine Lösung gelegt, die optimal auf die Gegebenheiten des Projekts zugeschnitten ist. Es wird nicht versucht eine Methode engstirnig durchzuziehen und einfach anzuwenden. Prozesse werden detailliert analysiert und auf dieser Basis wird entschieden, welche Methode am besten geeignet ist. In klaren Strukturen können klassische Methoden von Vorteil sein. Arbeitet man jedoch sowohl im klassischen als auch agilen Raum, kann es zwischen diesen Welten zu Problemen kommen. Der Ansatz des hybriden Projektmanagements versucht auch hier beide Methoden in Harmonie zu bringen, um eine bestmögliche Lösung zu kreieren.

Basis des hybriden Projektmanagements

Agile und klassische Methoden können in unterschiedlichster Weise kombiniert werden. Der Schwerpunkt kann auf agiles oder klassisches Vorgehen gelegt werden. Einige Beispiele für solche Kombinationen sind Scrumban, Wasser-Scrum-Fall oder SIPE.

Unabhängig davon, wie hybrides Projektmanagement gestaltet wird, gilt es drei Kernindikatoren stets zu beachten:

  1. Transparenz in den Prozessen und der Kommunikation müssen gelebt werden. Dadurch wird ein reibungsloser Ablauf gewährleistet und Probleme können erkannt werden, bevor sie zu schweren Folgen führen.
  2. Überprüfung ist der zweite zentrale Aspekt. Prozesse und Anforderungen verändern sich mit der Zeit. Die Methoden müssen überprüft werden, ob sie noch effektiv und effizient sind, um das aktuelle Problem zu bearbeiten.
  3. Anpassung ist dann gefragt, wenn erkennbar wird, dass die gewählten Methoden nicht mehr den Anforderungen entsprechen. Die flexible Anpassung ermöglicht es, auch neu-auftretenden Herausforderung gerecht zu werden.

 

Es gibt keine perfekte Lösung, die jedes Unternehmen anwenden kann. Entscheidet man sich dafür, hybrides Projektmanagement zu nutzen, gilt es zunächst die unternehmensinternen Prozesse genauestens verstehen. Nur dann kann eine optimale Lösung für die aktuellen Anforderungen entwickelt werden. Dabei gilt es auch das Umfeld zu berücksichtigen. Die Methoden werden darauf angepasst und nicht umgekehrt.

Erfolgreiche Implementierung

Um ein Projekt erfolgreich durchzuführen, bedarf es im ersten Schritt einer gut durchdachten Implementierung. Vorangestellt wird eine detaillierte Analyse des Projektgegenstandes und der Anforderungen. Basierend auf diesen Informationen wird die „Grund-Methodik“ festgelegt. Eine Analyse des Projektumfelds sowie den besonderen Gegebenheiten folgt im Anschluss. Hierunter fallen beispielsweise außergewöhnliche Stakeholder oder spezifische Vorgaben. Die gewählte Grundmethode wird daraufhin bedarfsspezifisch angepasst. Bestandteile anderer Methoden können dazu ergänzt, entfernt oder auch modifiziert werden. Um die Vorteile nachhaltig beizubehalten, ist es notwendig, die Methodik regelmäßig zu überprüfen und ggf. anzupassen, um eine nachhaltige Verbesserung zu gewährleisten.

In unserer „Selbstorganisierte Teams“- Schulung leiten wir hierzu an. Dazu schaffen wir zum einen Wissen rund um selbstorganisierte Teams, aber auch in Bezug auf die grundlegenden und damit durchaus verschiedenen Perspektiven auf das Thema Teamführung. Das Ziel der Schulung besteht darin, ein Gespür dafür zu entwickeln, wie Teams funktionieren, um diese in ihren Arbeitsprozessen individuell zielgerichtet unterstützen zu können, um eine nachhaltige Entwicklung im Unternehmen sicherzustellen. Mehr zu unserem Angebot erfahren sie hier.

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