Design Thinking

Die Welt entwickelt sich in rasanter Geschwindigkeit weiter. Um nicht abgehängt zu werden und wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen daher innovative Wege beschreiten. Design Thinking ist eine Methode, ein Mindset und ein mächtiges Werkzeug, um neue, innovative und kreative Ideen zu entwickeln und zu verwirklichen. Dabei kann Design Thinking der Schlüssel sein.

 

Ursprung Design Thinking

Drei Professoren der Stanford University Kalifornien entwickelten Design Thinking als kreative Innovationsmethode, um Produkte und Dienstleistungen neu zu denken und zu designen. Der Grundgedanke dabei ist, dass sich alle Bereiche des Lebens gestalten lassen. Die systematische Herangehensweise stellt den Menschen in den Fokus und bewältigt mit Hilfe kreativer Methoden & Arbeitstechniken auch überholte Denkmodelle. Design Thinking unterstützt bei der erfolgreichen Bewältigung digitaler Transformationsprozesse.

Voraussetzungen für Design Thinking

Design Thinking ist keine konkrete Methode, die heute angewendet und morgen bereits vergessen ist. Hinter Design Thinking steht ein Mindset, das dann erfolgreich funktioniert, wenn sich die Anwendenden darauf einlassen. Hierzu bedarf es Voraussetzungen zu schaffen, damit es sich nachhaltig im Unternehmen etabliert.

Teamarbeit ist unerlässlich im Design Thinking. Ein interdisziplinäres Team aus unterschiedlichen Experten ist notwendig. Die verschiedenen Personen bringen eigene Perspektiven und individuelle Fähigkeiten mit. Design Thinking hilft diese Diversität geschickt zu kombinieren, um innovative und kreative Ideen zu erzeugen. Dabei zählt Neugier als eine wesentliche Charaktereigenschaft, um Design Thinking erfolgreich anwenden zu können. Anwendende müssen gewillt sein, Neues zu lernen und interessante Ideen weiter zu verfolgen. Dabei ist es wichtig, das Mindset hinter Design Thinking zu verstehen und selbst zu leben.

Der zweite elementare Faktor ist das räumliche Umfeld. Räumlichkeiten, in denen kreativ und innovativ gearbeitet werden soll, müssen auch Möglichkeiten der Entfaltung bieten. Materialien zur schnellen Visualisierung von Ideen müssen direkt zur Verfügung stehen. Auch Möbel sollten sich an die jeweils phasenspezifischen Bedürfnissen anpassen lassen.

Das dritte maßgebende Element im Design Thinking ist der Prozessablauf. Iterationen, also das Wiederholen von bestimmten Schritten in den sechs Design-Thinking-Phasen hilft dabei, innovative Lösungen zu generieren. Design Thinking fördert das Denken „out oft he box“ und fokussiert dabei stets den Menschen und seine spezifischen Bedürfnisse.

Phasen von Design Thinking

 

Design Thinking geht von verschiedenen Phasen zur Problemlösung aus. Die Anzahl und Benennung dieser Phasen ist abhängig vom Kontext, in dem man sich bewegt. Sie dienen der Orientierung und helfen dabei, fokussiert innovative Lösungen zu erarbeiten. Unabhängig davon, von wie vielen Phasen im Design Thinking Prozess ausgegangen wird – gemein ist, dass grundsätzlich zwischen einem „Problemraum“ und einem „Lösungsraum“ unterschieden wird. Im „Problemraum“, zu welchem hier die ersten drei Phasen zählen, gilt es das Problem der Nutzer zunächst konkret zu identifizieren und zu benennen. Dieses dient als Ausgangsbasis, um im „Lösungsraum“ für das kundenspezifische Problem eine Lösung zu entwickeln. Auch im Lösungsraum sind drei verschiedene Phasen vorgesehen. 

  1. Verstehen

Im ersten Schritt gilt es die Zielgruppe zu definieren. Ziel ist es dabei,  die genauen Bedürfnisse der Nutzer herauszufinden und zu verstehen. Dazu werden die Nutzer sehr detailliert analysiert und beschrieben. Distanz wird dabei von der Betrachtung der Allgemeinheit genommen, zu Gunsten der Individualität und tatsächlichen Probleme des Nutzers, die man zu lösen versucht.  

 

  1. Beobachten

Die definierte Zielgruppe wird beobachtet, um tiefgreifende und umfassende Informationen zu sammeln. Hierzu sieht das Design Thinking beispielsweise Interviews mit den Nutzern vor, um Informationen darüber zu erlangen, wie beispielsweise ein bestehendes Produkt aktuell genutzt und bewertet wird. Auch gegenüber neuer, innovativer Produkte können individuelle Sichtweisen potentieller Nutzer durch gezielte Beobachtung ermittelt und analysiert werden.

 

  1. Synthese

Die gewonnene Informationen und Erkenntnisse werden zusammengeführt. Es entsteht ein Datengeflecht, welches als Basis für das weitere Vorgehen dient. Während der Synthese-Phase werden erste Schlüsse gezogen, die in Richtung einer möglichen Lösung deuten.

 

  1. Ideenentwicklung

Jetzt findet der Übergang vom Problemraum hin zum Lösungsraum statt. Unter Zuhilfenahme von Methoden und Kreativtechniken werden nun Ideen generiert und entwickelt, die das Problem lösen könnten. Eine ungezwungene Atmosphäre soll hier geschaffen werden, alle Ideen sind willkommen. Je mehr, desto besser.

 

  1. Prototyping

Ziel in dieser Phase ist es, ein einfaches Ergebnis zu produzieren, was die Hauptfunktionen beinhaltet oder visuell darstellt, die vorab für das neu zu entwickelnde Produkt bestimmt wurden. Es dient als wichtige Grundlage für Feedback und Diskussionen mit der Kundenseite. Kontinuierliche Verbesserung sowie Weiterentwicklung des Prototypen sind essentiell.

 

  1. Testing

In der letzten Phase wird der Prototyp von Nutzern getestet. Deren Eindrücke, Emotionen, Fehlnutzungen und Verbesserungsvorschläge werden beobachtet und festgehalten. Interaktionen zwischen Nutzern und Prototyp werden dabei genau analysiert. Hier bieten sich die größten Potentiale das Produkt wirklich auf den Nutzer zuzuschneiden. Es gibt viele methodische Vorgehensweisen, um diesen Prozess strukturiert zu bewältigen. Je nach Erkenntnissen gilt es das Produkt entsprechend anzupassen und dafür die Prozessschritte erneut zu durchlaufen.

Fazit

Design Thinking ist eine starke nutzer- und problemlösungsorientierte Denk- und Arbeitsweise, welche kreative Ideen entstehen lässt und sie bis zum Ende begleitet. Allerdings gibt es Faktoren, wie beispielsweise starre Abläufe oder stark ausgeprägte Hierarchien, die den Erfolg dieses Prozesses gefährden können.

Um das zu verhindern, ist es ratsam, Experten zur Hilfe zu nehmen, welche ein umfangreiches Wissen über die Methoden und Denkweisen von Design Thinking und darüber hinaus verfügen. Design Thinking Coaches begleiten Teams durch diesen Prozess und unterstützen diese bedarfsgerecht, sich neu ausrichten oder auch mal „den Schritt zurück“ zu wagen. Dadurch wird nachhaltiger Erfolg gewährleistet.

Desgin Thinking Coach

Sicher ist, dass jeder dazu in der Lage ist, nach den Ideen von Design Thinking zu arbeiten, wenn diese erst einmal verstanden und verinnerlicht wurden.

Design Thinking Coaches unterstützen bei der Etablierung und Anwendung von den vielfältigen Möglichkeiten des Design Thinking. Mit Hilfe zielführender Methoden und Werkzeuge fördern Design Thinking Coaches Teams oder z. T. ganze Organisationen darin, die Ideen von Design Thinking für innovative Projekte zu nutzen und zielgerichtet anzuwenden. Das Know-How von Design Thinking Coaches reicht über das reine Methodenwissen weit hinaus.

In unserer „Design Thinking Coach“- Schulung leiten wir hierzu an. Dazu schaffen wir zum einen Wissen rund um Design Thinking, aber auch in Bezug auf die grundlegenden und damit durchaus verschiedenen Perspektiven auf das Thema Coaching. Das Ziel der Schulung besteht darin, ein Gespür dafür zu entwickeln, wie Teams funktionieren, um diese in ihren Arbeitsprozessen individuell zielgerichtet unterstützen zu können, um eine nachhaltige Entwicklung im Unternehmen sicherzustellen. Mehr zu unserem Angebot erfahren sie hier.

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